Liebe und Gerechtigkeit nicht nur für Konfirmanden

Liebe und Gerechtigkeit sind zwei der mächtigsten und schönsten Konzepte, die das menschliche Leben prägen. Sie sind eine echte Gottesgabe. Für Konfirmanden und Konfirmanden ist es wichtig zu verstehen, wie diese beiden Werte miteinander verbunden sind und wie sie unser Handeln und unsere Beziehungen beeinflussen. Dafür ist ein Jahr Konfirmandenzeit nicht zu lang.

Liebe bedeutet, sich tief um andere zu kümmern, sie zu respektieren und ihr Wohlergehen zu fördern. Es geht um Mitgefühl, Empathie und das Streben danach, anderen Freude und Unterstützung zu bieten. Gerechtigkeit hingegen bezieht sich auf Fairness, Gleichheit und das Streben nach einer Welt, in der alle Menschen die gleichen Rechte und Chancen haben.

Auf den ersten Blick scheinen Liebe und Gerechtigkeit unterschiedliche Pfade zu beschreiten. Doch bei näherer Betrachtung erkennen wir, dass wahre Gerechtigkeit ohne Liebe unvollständig ist und echte Liebe ohne Gerechtigkeit oberflächlich bleibt. Wenn wir jemanden lieben, wünschen wir uns das Beste für diese Person. Dazu gehört auch, dass sie gerecht behandelt wird. Ein gerechtes Umfeld fördert somit die Liebe, indem es sicherstellt, dass niemand benachteiligt oder unfair behandelt wird.

Ein Beispiel für den Zusammenhang von Liebe und Gerechtigkeit ist die Freundschaft. In einer wahren Freundschaft behandeln sich die Freunde mit Respekt und Fairness. Sie hören einander zu, unterstützen sich gegenseitig und teilen ehrlich ihre Gefühle. Wenn ein Freund unfair behandelt wird, empfinden wir dies als Ungerechtigkeit und setzen uns dafür ein, dass diese Situation korrigiert wird. Dies zeigt, dass unsere Liebe zu unseren Freunden uns motiviert, für Gerechtigkeit zu kämpfen.

Ein weiteres Beispiel ist das Engagement für soziale Gerechtigkeit. Viele Menschen, die sich für die Rechte benachteiligter Gruppen einsetzen, tun dies aus Liebe und Mitgefühl. Sie sehen das Leid anderer und möchten durch ihr Handeln eine gerechtere Welt schaffen. Ihre Liebe zu ihren Mitmenschen treibt sie an, Ungerechtigkeiten zu bekämpfen und positive Veränderungen zu bewirken.

Für Konfirmandinnen Konfirmanden bedeutet dies, dass sie lernen müssen, wie sie in ihrem täglichen Leben sowohl Liebe als auch Gerechtigkeit praktizieren können. Das ist ein wichtiger Schwerpunkt in den Gesprächen im Unterricht. Wie können wir anderen mit Respekt und Freundlichkeit begegnen und uns für Fairness und Gleichheit einsetzen? Was meint es, wenn die Heilige Schrift uns auffordert, unsere Stimme erheben, wenn sie Ungerechtigkeiten sehen, und aktiv daran zu arbeiten, eine liebevollere und gerechtere Welt zu schaffen?

Liebe und Gerechtigkeit sind untrennbar miteinander verbunden. Indem wir uns bemühen, diese Werte in unserem Leben zu vereinen, können wir zu einer besseren Gesellschaft beitragen, in der jeder die Chance hat, glücklich und gerecht behandelt zu werden. Die Konfirmanden vom Jahrgang 2025 haben begonnen daran zu arbeiten.

Karl Jacobi